Reservoir Engineering

Um die Wirtschaftlichkeit eines Geothermieprojektes beurteilen zu können, muss ein Lagerstättenmodell für die geologischen Gegebenheiten am Standort entwickelt werden. Dieses Modell basiert meistens auf seismischen Explorationen oder bohrlochgeophysikalischen Messungen. Anschließend wird die bestmögliche Erschließung und Förderung aus der Lagerstätte simuliert. Von großem Nutzen sind bei der Analyse auch Feldversuche im kleinen Maßstab, welche die Simulation bestätigen oder optimieren. Dies können zum Beispiel Produktions- und Injektionstests sein, welche die Lagerstätte in ihren hydraulischen Eigenschaften charakterisieren. Im kleinen Maßstab können Laborversuche mit Reservoirgesteinen und verschiedenen Fluiden durchgeführt werden, um die Nutzung zu optimieren.

Diese Ergebnisse entscheiden schließlich über die erfolgreiche hydrothermale Nutzung der Lagerstätte. Durch die Kombination der Methoden können Brücken im Verständnis von geothermischen Prozessen auf unterschiedlichen Längen- und Zeitskalen geschlagen werden. Das Komplettpaket aus Lagerstättenmodell, Reservoirsimulation, Feldtests und Laborversuchen wird am IEG aus einer Hand angeboten.

Ausstattung

Der Abteilung Reservoir Engineering sind die Labore für Geotechnologien und seismische Überwachung angegliedert. Hier stehen unter anderem folgende Einrichtungen zur Verfügung:

  • Mikroröntgentomographie (µCT)
  • Thermotriaxialpresse
  • Core-Flooding Experimente
  • seismisches Breitband-Observatorium
  • bohrlochgeophysikalische Logging-Tools
  • geo- und hydrochemische Labore