Energietechnik

Die Nutzung von Potentialen zur Bereitstellung regenerativer Energie, insbesondere auch die Bereitstellung geothermischer Energie benötigt die Installation von Untertägigen und obertägigen Komponenten. Hierbei stehen die Aspekte der Bereitstellung geeigneter Temperaturniveaus, notwendige Anlagenbestandteile sowie die Netzintegration regenerativer Wärme im Fokus. Zentrale Bestandteile der Fraunhofer-IEG-Labore für Energietechnik sind daher das CHP-Labor, das Wärmepumpenlabor und der Wärmepumpen-Prüfstand. Hier sollen energietechnische Systeme mit multiplen Erzeugern wie Hochtemperatur-Wärmepumpen, Concentrated-Solar-Power-Anlagen oder Zwei-Phasen Salzspeicher einzeln oder im Verbund getestet werden. Darüber hinaus ist das energietechnische Labor mit einer Geothermischen Versuchsanlage ausgestattet, deren instrumentierte Bohrungen der Energieversorgung des Fraunhofer-IEG-Campus Bochum dienen und zugleich Wärmeentzugs- und Rückspeicherungs-Versuche unter Lastbedingungen bei passiver und aktiver Kühlung ermöglichen. Um effizient die individuellen wärme- und kältetechnischen Anforderungen von Gebäuden untersuchen zu können, werden Betonkernaktivierung, Flächenheizkörper und statische Heizkörper verwendet. Zusätzlich lassen sich RLT-Anlagen zur Klimatisierung und Frischluftversorgung für komplexe gebäudetechnische Simulationen hinzuschalten. Die Steuerung der Anlage erfolgt über Gebäudemanagement-Software, die gleichzeitig zu Monitoring und Optimierung der Anlage genutzt wird. Als Erdwärmesystem dient das sternförmig abgelenkt gebohrte 1720x200m Erdwärmesondenfeld »GeoStar«. An der benachbarten Hochschule Bochum wurde zur Wärme- und Kälteversorgung des Hörsaalneubaus das Erdsondenfeld »GeoStar2« mit 12x150m errichtet, an welchen über das Monitoring weitere Messdaten erfasst werden.