Pressemitteilungen

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  • Rohstoffe / 2026

    Fünf Faktoren für den Erfolg von heimischem Lithium aus Geothermie

    Pressemitteilung / 16. Juli 2026

    Karte Nord-Deutschland. Farbig markierte Flächen stellen geologische Formationen dar (z. B. Buntsandstein in Orange, Zechstein in Blau, Rotliegend in Braun). Zusätzlich werden Zonen und Punkte dargestellt, die mit Lithium in Zusammenhang stehen: etwa Explorations- und Förderlizenzen oder Bohrungen.
    © Fraunhofer IEG/Alms

    Brennstoffpreise, Versorgungssicherheit und Rohstoffabhängigkeit stellen Energieversorger vor neue Aufgaben. Forschende des Fraunhofer IEG untersuchen, wie sich Wärme und strategische Rohstoffe gleichzeitig aus dem Untergrund gewinnen lassen. Die Idee: Heißes Tiefenwasser liefert Wärme für Netze und Industrie – und zugleich Lithium für Batterien. Das senkt Kosten, stärkt regionale Wertschöpfung und macht die Wärmeversorgung zukunftsfest. Welche Schlüssel-Faktoren es für den Erfolg braucht, legen Fraunhofer IEG und Partner in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung im Fachmagazin Geothermics dar.

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  • Wärmewende / 2026

    Erdwärme für das Rheinische Revier: Datendichte wächst

    Pressemitteilung / 10. Juli 2026

    Industrie und Kommunen im Rheinischen Revier stehen vor einer drängenden Aufgabe: Ab 2029 werden das Kohlekraftwerk Weisweiler und der Braunkohletagebau Inden stillgelegt – damit fällt die lokale Fernwärme und der regionale Kohlelieferant aus. Die Geothermie könnte Heiz- und Prozesswärme mittelfristig liefern, doch noch ist die Datenlage über das untertägige Wärmepotential lückenhaft. Das Fraunhofer IEG hat gemeinsam mit RWE Power AG zwei Erkundungsbohrungen bis ca. 500 Meter Tiefe auf dem Kraftwerksgelände Weisweiler abgeteuft und vermessen. Die Ergebnisse liefern erste direkte Messdaten zum Wärmepotenzial des Untergrunds und bilden die Grundlage für die weitere Erkundung im »Reallabor Geothermie Rheinland«. Die Daten wurden nun im Fachmagazin »Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften« vorgestellt.

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  • Schulprojekt im Strukturwandel Lausitz / 2026

    Digitales Lernen erhöht Interesse an zukunftssicheren Energieberufen

    Pressemitteilung / 02. Juli 2026

    © TransferQuartier

    Die Lausitz ist im Wandel und stellt sich den Herausforderungen der Energiewende. Für die Transformation hin zu zukunftsfesten Technologien und eine klimafreundliche Energieversorgung besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig fehlt es an attraktiven, praxisnahen Bildungsangeboten, die Schülerinnen und Schülern die Chancen der regionalen Berufe im Strukturwandel aufzeigen und das Interesse dafür wecken. Diese Lücke soll nun das Projekt »NEZ Lausitz – Nachhaltige Energiezukunft« schließen.

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  • Grüner Wasserstoff / 2026

    Transport und Speicherung können Kosten für Spitzenlastkraftwerke 2035 verdoppeln

    Pressemitteilung / 30. Juni 2026

    Balkendiagramm Wasserstoffkosten
    © Fraunhofer CINES

    Welche Kosten kommen auf deutsche Wasserstoffabnehmer im Jahr 2035 zu? Antworten auf diese Frage liefert eine Analyse des Fraunhofer IEG mit Partnern des Fraunhofer-Exzellenzclusters »Integrierte Energiesysteme« CINES. Die Forschenden haben dies erstmals systematisch berechnet und berücksichtigten nicht nur die Erzeugungskosten von grünem Wasserstoff, sondern auch Transport und Speicherung. Diese Infrastrukturkosten fallen für Kraftwerke deutlich stärker ins Gewicht als für industrielle Abnehmer. Die Erkenntnisse der Analyse, die am 6. Juli in einem Webinar vorgestellt werden, helfen Abnehmern und Erzeugern von Wasserstoff in Industrie und Energiewirtschaft, besser für die Zukunft gerüstet zu sein.

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  • Geothermie / 2026

    Einfacher in Tiefbohrungen agieren

    Pressemitteilung / 15. Juni 2026

    Große industrielle Kabeltrommel auf einem Anhänger, auf die mehrere Meter eines dicken grauen Kabels aufgewickelt sind; die Trommel ist aus Metall gefertigt und befindet sich auf einem technischen Gelände mit weiteren Geräten und Containern im Hintergrund unter bedecktem Himmel.  Innenansicht eines Rohres mit grünlich schimmernder Oberfläche, auf der sich dunkle Ablagerungen und Verkrustungen befinden; helle, kreuzförmig angeordnete Streben verlaufen durch die Mitte und betonen die perspektivische Tiefe des Zylinders.
    © Fraunhofer IEG/Wittig

    Die tiefe Geothermie könnte ein Viertel des Wärmebedarfes in Deutschland decken. Schon heute nutzen Betreiber erfolgreich tiefe Thermalwasserbrunnen wie etwa im Großraum München, Paris oder den Niederlanden. Regelmäßig lagern die mineralreichen Wässer aber Ausfällungen an Bohrloch- sowie Rohrwandungen ab, worauf die Effizienz der Anlagen merklich sinkt. Fraunhofer IEG entwickelt eine Reinigungstechnik, die solche Ausfällungen unter minimalem Anlagenstillstand auch bei hohen Temperaturen aus den Bohrungen austrägt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert nun das Projekt ROSIGER mit rund 3 Millionen Euro.

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  • Bohrtechnik / 2026

    Ablenk-Bohrungen eröffnen kostengünstige Optionen im Untergrund

    Pressemitteilung / 28. Mai 2026

    Die Turbine (links) des Micro Turbine Drilling (MTD®) kann einen bestehenden Brunnenbau mit kleinkalibrigen Seitensträngen erweitern, um den Untergrund für Wasser durchgängiger zu machen.
    © Fraunhofer IEG/Geißler

    Maßgeschneiderte Bohrtechnologie macht unterirdische Infrastruktur zukunftsfest. Unter realen Bedingungen demonstriert Fraunhofer IEG nun die Machbarkeit einer neuen Bohrtechnologie: Das MTD® genannte Verfahren erzeugte in 300 Meter tiefem Tonstein seitliche Ablenkbohrungen innerhalb von bestehenden Brunnenbohrungen. In Marl bohrten das Team so durch hartes Gestein, um Wasseruntersuchungen zu ermöglichen. Die Methode ermöglicht geotechnische Untersuchungen, unterstützt Wasserversorger beim Monitoring und schafft neue Perspektiven für das Grubenwassermanagement des Ruhrgebiets sowie für die tiefe Geothermie landesweit. Das wissenschaftliche Paper zum Machbarkeitstest ist nun im »SPE Journal« veröffentlicht und online abrufbar.

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  • Rohstoffe / 2026

    Lithium aus regionalem Tiefenwasser flexibel erschließen

    Pressemitteilung / 19. Mai 2026

    Detailansicht einer industriellen Anlage mit mehreren miteinander verbundenen Rohrleitungen, Ventilen und technischen Komponenten aus Metall. In der Mitte befindet sich ein analoges Druckmessgerät mit Skala und Zeigeranzeige. Die Anlage steht auf einem Gitterboden und zeigt komplexe Verbindungen und Steuerungselemente.
    © Fraunhofer IEG

    Globale Lieferketten für Rohstoffe erweisen sich als brüchig. Lokale Quellen rücken in den Fokus von verarbeitender Industrie und Rohstoffunternehmen. Forschende der Fraunhofer IEG arbeiten gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft daran, Lithium aus Tiefenwässern des Norddeutschen Becken nutzbar zu machen. Ziel ist es, Verfahren zu entwickeln, die sowohl zuverlässig funktionieren als auch flexibel auf die Eigenschaften der lokale Sole anzupassen sind. Eine mobile, adaptive Pilotanlage testen sie nun im Verbundprojekt RoLiXX, welches mit rund 2,8 Millionen Euro vom BMFTR gefördert wird.

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  • © HySecunda

    Wie können Länder im südlichen Afrika zu wichtigen Akteuren im globalen Handel mit grünem Wasserstoff werden? Und welchen Einfluss haben die Nachhaltigkeits- und Zertifizierungsvorgaben potenzieller Importländer auf diese Entwicklung? Ein neues Whitepaper, herausgegeben von vier Fraunhofer Instituten, analysiert erstmals systematisch, wie unterschiedliche Power to X Zertifizierungsanforderungen den Markthochlauf von Wasserstoff und synthetischen Energieträgern aus der SADC Region prägen – und warum strategische Entscheidungen bereits in frühen Projektphasen wichtig sind. Fraunhofer IEG war teil des von BMFTR geförderten Projektes HySecunda.

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  • Nachhaltige Wärmeversorgung / 2026

    Clemens Schneider erweitert das Spektrum der Wärmeversorgung

    Pressemitteilung / 29. April 2026

    Mit dem Ausbau alternativer Energien müssen Strom-, Gas- und Wärmeinfrastrukturen zuverlässig miteinander verbunden werden. Dazu tragen neuartige Energiespeicher und ein breites Spektrum an thermodynamischen Wandlern bei. Anlagenkomponenten und -systeme mit hoher Effizienz und niedrigen Kosten sorgen für eine wettbewerbsfähige Wärmeversorgung. Hocheffiziente Wärme- und Speichertechnologien leisten zudem einen Beitrag zur Ressourcenschonung und CO2-Reduktion. Dies ist das Aufgabenfeld von Prof. Dr. Clemens Schneider, der an der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG forscht. Im März 2026 erhielt er zusätzlich einen Ruf an die Hochschule Zittau/Görlitz.

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  • Wasserstoffimporte / 2026

    Pipeline-Transporte von flüssigen Derivaten bis zu zehnmal günstiger als von Wasserstoffgas

    Pressemitteilung / 17. April 2026

    © iStock.com/Petmal

    Mehr Planungssicherheit für Politik und Netzbetreiber könnte eine aktuelle Fallstudie von Fraunhofer IEG und Fraunhofer ISI bringen. Sie belegt, dass flüssige Wasserstoffderivate wie Methanol günstiger per Pipeline nach Deutschland gelangen können als elementarer Wasserstoff. Anhand des Beispiels der Route Triest–Karlsruhe zeigt sie erstmals mit einer verlässlichen Kostenanalyse und einem realen Routenmodell, wie Investoren Importachsen bewerten können. Das Fraunhofer IEG entwickelte dafür ein Modell des Fraunhofer ISI weiter, um den Pipelinetransport flüssiger Energieträger techno-ökonomisch abzubilden und Planungsrisiken zu reduzieren. Die Funktionsweise und erste Ergebnisse des Simulationsmodells HyTROM+ stellen sie nun in der Fachzeitschrift »Energy Strategy Reviews« vor.

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