Pressemitteilungen

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  • Geothermie / 2026

    Einfacher in Tiefbohrungen agieren

    Pressemitteilung / 15. Juni 2026

    Große industrielle Kabeltrommel auf einem Anhänger, auf die mehrere Meter eines dicken grauen Kabels aufgewickelt sind; die Trommel ist aus Metall gefertigt und befindet sich auf einem technischen Gelände mit weiteren Geräten und Containern im Hintergrund unter bedecktem Himmel.  Innenansicht eines Rohres mit grünlich schimmernder Oberfläche, auf der sich dunkle Ablagerungen und Verkrustungen befinden; helle, kreuzförmig angeordnete Streben verlaufen durch die Mitte und betonen die perspektivische Tiefe des Zylinders.
    © Fraunhofer IEG/Wittig

    Die tiefe Geothermie könnte ein Viertel des Wärmebedarfes in Deutschland decken. Schon heute nutzen Betreiber erfolgreich tiefe Thermalwasserbrunnen wie etwa im Großraum München, Paris oder den Niederlanden. Regelmäßig lagern die mineralreichen Wässer aber Ausfällungen an Bohrloch- sowie Rohrwandungen ab, worauf die Effizienz der Anlagen merklich sinkt. Fraunhofer IEG entwickelt eine Reinigungstechnik, die solche Ausfällungen unter minimalem Anlagenstillstand auch bei hohen Temperaturen aus den Bohrungen austrägt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert nun das Projekt ROSIGER mit rund 3 Millionen Euro.

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  • Bohrtechnik / 2026

    Ablenk-Bohrungen eröffnen kostengünstige Optionen im Untergrund

    Pressemitteilung / 28. Mai 2026

    Die Turbine (links) des Micro Turbine Drilling (MTD®) kann einen bestehenden Brunnenbau mit kleinkalibrigen Seitensträngen erweitern, um den Untergrund für Wasser durchgängiger zu machen.
    © Fraunhofer IEG/Geißler

    Maßgeschneiderte Bohrtechnologie macht unterirdische Infrastruktur zukunftsfest. Unter realen Bedingungen demonstriert Fraunhofer IEG nun die Machbarkeit einer neuen Bohrtechnologie: Das MTD® genannte Verfahren erzeugte in 300 Meter tiefem Tonstein seitliche Ablenkbohrungen innerhalb von bestehenden Brunnenbohrungen. In Marl bohrten das Team so durch hartes Gestein, um Wasseruntersuchungen zu ermöglichen. Die Methode ermöglicht geotechnische Untersuchungen, unterstützt Wasserversorger beim Monitoring und schafft neue Perspektiven für das Grubenwassermanagement des Ruhrgebiets sowie für die tiefe Geothermie landesweit. Das wissenschaftliche Paper zum Machbarkeitstest ist nun im »SPE Journal« veröffentlicht und online abrufbar.

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  • Rohstoffe / 2026

    Lithium aus regionalem Tiefenwasser flexibel erschließen

    Pressemitteilung / 19. Mai 2026

    Detailansicht einer industriellen Anlage mit mehreren miteinander verbundenen Rohrleitungen, Ventilen und technischen Komponenten aus Metall. In der Mitte befindet sich ein analoges Druckmessgerät mit Skala und Zeigeranzeige. Die Anlage steht auf einem Gitterboden und zeigt komplexe Verbindungen und Steuerungselemente.
    © Fraunhofer IEG

    Globale Lieferketten für Rohstoffe erweisen sich als brüchig. Lokale Quellen rücken in den Fokus von verarbeitender Industrie und Rohstoffunternehmen. Forschende der Fraunhofer IEG arbeiten gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft daran, Lithium aus Tiefenwässern des Norddeutschen Becken nutzbar zu machen. Ziel ist es, Verfahren zu entwickeln, die sowohl zuverlässig funktionieren als auch flexibel auf die Eigenschaften der lokale Sole anzupassen sind. Eine mobile, adaptive Pilotanlage testen sie nun im Verbundprojekt RoLiXX, welches mit rund 2,8 Millionen Euro vom BMFTR gefördert wird.

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  • © HySecunda

    Wie können Länder im südlichen Afrika zu wichtigen Akteuren im globalen Handel mit grünem Wasserstoff werden? Und welchen Einfluss haben die Nachhaltigkeits- und Zertifizierungsvorgaben potenzieller Importländer auf diese Entwicklung? Ein neues Whitepaper, herausgegeben von vier Fraunhofer Instituten, analysiert erstmals systematisch, wie unterschiedliche Power to X Zertifizierungsanforderungen den Markthochlauf von Wasserstoff und synthetischen Energieträgern aus der SADC Region prägen – und warum strategische Entscheidungen bereits in frühen Projektphasen wichtig sind. Fraunhofer IEG war teil des von BMFTR geförderten Projektes HySecunda.

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  • Nachhaltige Wärmeversorgung / 2026

    Clemens Schneider erweitert das Spektrum der Wärmeversorgung

    Pressemitteilung / 29. April 2026

    Mit dem Ausbau alternativer Energien müssen Strom-, Gas- und Wärmeinfrastrukturen zuverlässig miteinander verbunden werden. Dazu tragen neuartige Energiespeicher und ein breites Spektrum an thermodynamischen Wandlern bei. Anlagenkomponenten und -systeme mit hoher Effizienz und niedrigen Kosten sorgen für eine wettbewerbsfähige Wärmeversorgung. Hocheffiziente Wärme- und Speichertechnologien leisten zudem einen Beitrag zur Ressourcenschonung und CO2-Reduktion. Dies ist das Aufgabenfeld von Prof. Dr. Clemens Schneider, der an der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG forscht. Im März 2026 erhielt er zusätzlich einen Ruf an die Hochschule Zittau/Görlitz.

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  • Wasserstoffimporte / 2026

    Pipeline-Transporte von flüssigen Derivaten bis zu zehnmal günstiger als von Wasserstoffgas

    Pressemitteilung / 17. April 2026

    © iStock.com/Petmal

    Mehr Planungssicherheit für Politik und Netzbetreiber könnte eine aktuelle Fallstudie von Fraunhofer IEG und Fraunhofer ISI bringen. Sie belegt, dass flüssige Wasserstoffderivate wie Methanol günstiger per Pipeline nach Deutschland gelangen können als elementarer Wasserstoff. Anhand des Beispiels der Route Triest–Karlsruhe zeigt sie erstmals mit einer verlässlichen Kostenanalyse und einem realen Routenmodell, wie Investoren Importachsen bewerten können. Das Fraunhofer IEG entwickelte dafür ein Modell des Fraunhofer ISI weiter, um den Pipelinetransport flüssiger Energieträger techno-ökonomisch abzubilden und Planungsrisiken zu reduzieren. Die Funktionsweise und erste Ergebnisse des Simulationsmodells HyTROM+ stellen sie nun in der Fachzeitschrift »Energy Strategy Reviews« vor.

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  • Rohstoffversorgung / 2026

    Abhängigkeit bei Kupfer und Lithium für Deutschland reduzieren

    Pressemitteilung / 01. April 2026

    Eine Gruppe von Personen steht mit Blick zum Fotografen vor einem großen Banner. Darauf die Überschrift: CuLi Well: Copper and lithium rescources in German geothermal wells
    © Helmholtz-Forum Erde und Umwelt

    Der Krieg im Iran führt Deutschland derzeit wieder die Bedeutung einer möglichst breit aufgestellten Energie- und Rohstoffversorgung vor Augen. Um die Abhängigkeit bei den Rohstoffen Kupfer und Lithium für Deutschland zu reduzieren, braucht es Projekte wie CuLiWell des Helmholtz-Forums Erde und Umwelt. Das Projekt untersucht die Möglichkeit der gleichzeitigen Extraktion von Kupfer und Lithium aus geothermischen Fluiden des Norddeutschen Beckens. Als Projektpartner unterstützt das Fraunhofer IEG in Person von Dr. Katharina Alms. Sie bringt ihre Expertise zur Ressourcenbestimmung von Lithium aus Geofluiden in Deutschland ein. Auf einem Stakeholder-Workshop für Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Industrie und Nichtregierungsorganisationen bewertete das Projekt nun konkret die technische, ökonomische sowie regulatorische Machbarkeit.

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  • Wärmewende / 2026

    Fraunhofer IEG und Wuppertaler Stadtwerke starten Machbarkeitsstudie zu Geothermie

    Pressemitteilung / 30. März 2026

    Drei weiße große Fahrzeuge mit dicken Traktor-Reifen und einer Rüttelplatte unter der Karosserie fahren über einen schmalen geteerten Weg. Rechts und links sind in der flachen Landschaft Wiesen zu sehen. Ein Mann in einer Sicherheitsweste und Arbeitskleidung sowie Kabeln unter dem Arm begleitet die Fahrzeuge zu Fuß.
    © DMT, Essen

    Die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen die Zusammenarbeit bei der geowissenschaftlichen Erkundung der tiefen Geothermie in Wuppertal fort. Ziel ist eine fundierte Machbarkeitsstudie für die Nutzung von Wärme aus mehreren tausend Metern Tiefe. Denn Erdwärme kann eine klimafreundliche und zukunftssichere Energiequelle für die städtische Wärmeversorgung darstellen.

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  • Neue Gaskraftwerke / 2026

    (Über-)Erfüllt der »Südbonus« seinen Zweck?

    Pressemitteilung / 18. März 2026

    Die Studie entstand in Zusammenarbeit zwischen Fraunhofer IEG und Consentec GmbH im Auftrag der LEAG Clean Power GmbH.
    © Fraunhofer IEG

    Die Bundesregierung plant, den Bau von bis zu 20 Gigawatt Gaskraftwerkskapazitäten bis zum Jahr 2030 anzureizen. Besonders der »netztechnische Süden« soll profitieren, wo fossile Kraftwerke oft kurzfristig die Netzstabilität stützen. Fraunhofer IEG analysiert die Wirkung eines solchen »Südbonus« und zeigt auf, dass Südstandorte aufgrund bestehender Maßnahmen auch ohne »Südbonus« bereits einen wirtschaftlichen Vorteil besitzen. Die Forschenden untersuchten auch, warum Standortwahl, Netzengpässe und Fördermechanismen für die Versorgungssicherheit entscheidend sind und wie mögliche Fehlanreize vermieden werden können. Die vollständige Analyse steht nun online bereit.

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  • Kommunale Wärmewende / 2026

    Drei Stadtwerke setzen bei Planung auf Fraunhofer IEG

    Pressemitteilung / 11. März 2026

    Vertreter von Stadtwerken und Konsortium bei der Vertragsunterzeichnung.
    © HY-photo Gernot Menzel/ Wärmewende-Lausitz.de

    Die Stadtwerke Weißwasser GmbH, die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH und die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH gehen den nächsten Schritt in Richtung klimaneutraler Wärmeversorgung: Sie starten die konkrete Planungsphase ihres Wärmetransformationsprojektes und unterzeichnen den Planervertrag mit dem Projektkonsortium. Fraunhofer IEG trägt als wissenschaftlicher Konsortial-Partner die anwendungsnahe Forschung zur Integration und Machbarkeit von zukunftsfesten Energietechnologien und Konzepten bei.

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