Die Kernaufgabe des geplanten Verbundprojektes AQVA-Heat III ist die gemeinsame Entwicklung und umfassende Langzeiterprobung eines innovativen Energiesystems zur ganzjährigen (monovalenten), leistungsfähigen Wärmeversorgung durch thermische Nutzung von Oberflächengewässern. Als physikalischer Ansatz zum effizienten Wärmeentzug dient die direkte Verdampfung von Wasser als Kältemittel unter subatmosphärischen Bedingungen (Sieden im Grobvakuum).
Die Dampfbildung wird durch einen vom ILK speziell entwickelten Turboverdichter induziert. Der verdichtete bzw. erwärmte Wasserdampf gibt im Anschluss Wärme durch direkte Kondensation an eine oder mehrere Wärmepumpen bzw. an ein nachgeschaltetes Wärmenetz ab.
Die innerhalb des skizzierten Projektes betrachtete Form der Wärmequellenerschließung weist ein hohes Potential in Bezug auf die Faktoren Planbarkeit, Versorgungssicherheit und Netzintegrität auf und kann ausgehend von kleinen Wärmequellenleistungen im Bereich von 100 kW bis auf mehrere Megawatt bei verhältnismäßig geringen Wasserentnahmemengen sinnvoll skaliert werden.
Um den hohen Anforderungen an kommunale Versorgungsinfrastrukturen Rechnung zu tragen, ist es erforderlich, neben wissenschaftlichen Grundlagenuntersuchungen die Zuverlässigkeit dieses neuartigen Verfahrens zu steigern und dessen Integrität in zukünftige Nah- und Fernwärmeversorgungsinfrastrukturen in einer Realumgebung nachzuweisen.