Die Wärmewende zählt zu den zentralen Herausforderungen der Energiewende in Deutschland. Insbesondere in Strukturwandelregionen stehen Kommunen, Energieversorger, Politik und Gesellschaft vor der Aufgabe, komplexe Transformationsprozesse verständlich zu gestalten und gemeinsam umzusetzen. Genau hier setzt HEATogether an: Das Forschungsprojekt entwickelt eine KI-gestützte Wissenstransferplattform, die Informationen zur sektorenübergreifenden Wärmeplanung zielgruppengerecht aufbereitet und zugänglich macht.
Durch die Verbindung von sektorübergreifende Wärmeplanung, generativer Künstlicher Intelligenz, sozialwissenschaftlicher und kulturhistorischer Forschung und Beteiligungsformaten entsteht ein neuartiger Ansatz für den Wissenstransfer in der Energiewende. Die Plattform berücksichtigt unterschiedliche Wissensstände, Interessen und regionale Besonderheiten und unterstützt Bürgerinnen und Bürger, Verwaltungen, Stadtwerke sowie politische Entscheidungsträger bei der Entwicklung nachhaltiger Wärmeversorgungskonzepte.
Mit den Praxisregionen Lausitz, Zittau und Dormagen adressiert HEATogether zentrale Fragen von Akzeptanz, Beteiligung und Transformationsbereitschaft. Das Projekt schafft damit eine wichtige Grundlage für eine gesellschaftlich verankerte und verständliche Dekarbonisierung des Wärmesektors.
Ziel
Ziel von HEATogether ist die Entwicklung und Erprobung einer intelligenten Wissens- und Beteiligungsplattform für die sektorübergreifende Wärmeplanung. Die Plattform soll komplexe technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Wärmewende verständlich vermitteln und gleichzeitig eine aktive Beteiligung unterschiedlicher Akteursgruppen ermöglichen.
Dafür kombiniert das Projekt bestehende Energieplanungswerkzeuge wie pandapipes mit generativer KI, sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen und regionalen Narrativen. Auf diese Weise können Informationen individuell auf verschiedene Nutzergruppen zugeschnitten werden. Gleichzeitig untersucht das Projekt, welche Faktoren Akzeptanz, Vertrauen und Beteiligung im Kontext der Wärmewende fördern.
Ein besonderer Fokus liegt auf Strukturwandelregionen, in denen die Energiewende häufig mit wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen verbunden ist. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig die sektorübergreifende Planungspraxis unterstützen und auf weitere Regionen übertragbar sein.