Analyse der langfristigen Maßnahmenwirkung der anteiligen Werteverbrauchskompensation vor dem Hintergrund eines »Südbonus für Kraftwerke«

Die Kurzstudie wertet zunächst bestehende Systemstudien zur Nord-Süd-Verteilung von Kraftwerkskapazitäten aus, darunter die Langfristszenarien zur Energiewende, die Ariadne-Szenarien zur Klimaneutralität 2045, den Szenariorahmen des Netzentwicklungsplans Strom, die Studie zu lokalen Strompreisen sowie das Versorgungssicherheits-Monitoring der Bundesnetzagentur. Ziel dieser Meta-Analyse ist es, den systemischen Nutzen eines verstärkten Kapazitätsaufbaus im netztechnischen Süden zu bewerten. Dabei wird zwischen kurz- und langfristigen Effekten unterschieden: Kurzfristig kann ein zusätzlicher Kraftwerkszubau im Süden erforderlich erscheinen, dieser Bedarf dürfte sich jedoch mit Realisierung der Netzausbauprojekte deutlich verringern.

In einem zweiten Schritt werden indikative Berechnungen durchgeführt, um die Auswirkungen eines sogenannten Südbonus auf die Wirtschaftlichkeit von Kraftwerksstandorten zu quantifizieren. Dazu wird die kombinierte Wirkung von Südbonus und Redispatchvergütung für beispielhafte Nord- und Südstandorte unter heutigen Rahmenbedingungen und für ein Szenario 2030 verglichen.

Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Einordnung, inwieweit der Südbonus in der aktuellen und mittelfristigen Situation ein geeignetes und zweckmäßiges Instrument ist. Dabei steht im Fokus, ob der Südbonus tatsächlich zu einer kosteneffizienten und sicheren Versorgung beiträgt oder ob Alternativen (z. B. Netzausbau) systemisch sinnvoller sind.

Pressemitteilung

(Über-)Erfüllt der »Südbonus« seinen Zweck?