Transformation der Gasinfrastruktur zum Klimaschutz

In diesem Vorhaben erarbeiten das Fraunhofer IEG, zusammen mit dem Fraunhofer ISI, dem DVGW-EBI und dem DVGW, einen Überblick zur Gasinfrastruktur und deren Entwicklungsmöglichkeiten im Rahmen der Energie- und Klimaschutzziele der Bundesregierung sowie strategische Leitplanken für die erforderlichen infrastrukturellen Weichenstellungen für gasförmige Energieträger. Das Projekt läuft 22 Monate vom 01.09.2020 bis 30.06.2022 und wurde vom Umweltbundesamt beauftragt (FKZ 3720 43 503 0).

Zielsetzung

Das Vorhaben zielt darauf ab, das Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium zu energie- und klimapolitischen Fragestellungen zu beraten, welche insbesondere die künftige Versorgung mit gasförmigen Energieträgern und den dafür notwendigen Umbau der Gasinfrastrukturen betreffen.

Diesbezüglich soll vor allem auf Basis der vorhandenen Literatur ein umfassender Überblick sowohl über die aktuellen Planungen als auch über die aus Sicht von Klimaschutz und Versorgungssicherheit erstrebenswerte Zielzustände und zugehörige Umbaupfade gegeben werden. Folgende Punkte werden adressiert:

  • Einflussparameter auf die Entwicklung der Gasinfrastruktur, Planungen und Projekte im Rahmen der europäischen & deutschen Gasnetzentwicklungspläne
  • Planungen und Projekte in Deutschland zum Aufbau einer Flüssigerdgas-Infrastruktur und deren Hemmnisse
  • Entwicklung des zukünftigen Gasbedarfes
  • Um- & Weiternutzungsmöglichkeiten der Gasinfrastruktur auf Verteilnetzebene
  • Gestaltung des Übergangs hin zu einer wasserstoffbasierten Gasversorgung
  • Gestaltung des Übergangs von der Erdgas- hin zur Wasserstoffnutzung in der Energiewirtschaft

Diesbezüglich sollen für anstehende politische Prozesse Handlungsoptionen, -erfordernisse und deren zeitliche Priorisierung in Form von kompakten Überblicken und Roadmaps dargestellt werden. Dabei werden strategische Leitplanken entwickelt, die aufzeigen, welche Maßnahmen in jedem Fall umzusetzen sind („no regret“), welche einschränkende Pfadabhängigkeiten bestehen („lock-ins“) und mit welchen Maßnahmen diese überwunden werden können. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der künftig verstärkten Nutzung von Wasserstoff an Stelle von und/oder im Zusammenspiel mit kohlenwasserstoffhaltigen Gasen zu.